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Ackerschlagkartei

Ackerschlagkartei-Vergleich 2026: Anbieter, Preise, Funktionen

Ackerschlagkarteien im Vergleich: veröffentlichte Preise, Pflanzenschutz- und DüV-Funktionen, Import und Grenzen der Anbieter – mit Quellen und Stand.

Von (PhytAI aus Eckernförde)Stand: 7 Min. Lesezeit

Rechtliche Angaben beziehen sich auf Betriebe in Deutschland; einige Länder haben eigene Regeln. Maßgeblich sind die Auskünfte des Pflanzenschutzdienstes Ihres Landes.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kein Einheitsmarkt: Die Programme unterscheiden sich stärker im Schwerpunkt als im Preis. Maschinenplattformen, Dokumentationsprogramme und Branchensoftware lösen unterschiedliche Aufgaben.
  • Preismodelle: pro Hektar, in Hektarstufen, als Grundlizenz mit Modulen, je Nutzer oder Gerät. Vergleichen Sie die Kosten für Ihren Betrieb mit allen benötigten Modulen und Nutzern.
  • Pflicht 2027: Jede Lösung sollte Pflanzenschutz-Anwendungen elektronisch und maschinenlesbar aufzeichnen und exportieren.
  • Testen: Die meisten Anbieter bieten Testzugänge. Probieren Sie zwei oder drei Programme mit echten Einträgen aus.

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Mit der Abschaltung von 365FarmNet am 30. November 2026 und der Pflicht zur elektronischen Pflanzenschutz-Aufzeichnung ab 2027 suchen viele Betriebe eine neue Ackerschlagkartei. Der Markt ist groß: Plattformen der Landtechnik-Hersteller, Programme aus Beratung und Genossenschaften, spezialisierte Apps für Gartenbau und Lohnunternehmen. Dieser Vergleich listet verbreitete Angebote mit den öffentlich genannten Preisen und Funktionen und zeigt, nach welchen Kriterien Sie auswählen können.

Stand 19. Oktober 2026. Dieser Vergleich wird von PhytAI herausgegeben, einem der verglichenen Anbieter; er ist kein unabhängiger Test. Alle Angaben zu anderen Anbietern stammen von deren Seiten oder aus den genannten Quellen und wurden im Oktober 2026 abgerufen. Angebote ändern sich; maßgeblich ist das aktuelle Angebot des Anbieters. Netto heißt ohne Umsatzsteuer.

Anbieter und veröffentlichte Preise

ProduktAnbieterPreisangabe laut QuelleHinweis
CLAAS connectCLAASfür 365FarmNet-Kunden Basislizenz ein Jahr kostenfrei, danach automatische VerlängerungPreise für die Lizenzen nicht veröffentlicht; Abschluss über den Händler
näonLandberatung Niedersachsen GmbH69 € (bis 50 ha) bis 349 € (über 500 ha) pro Jahr netto; mindestens 115 € je Zugang; Zusatzmodule wie Düngeplanung 7 €Staffel: 99 € bis 100 ha, 159 € bis 150 ha, 199 € bis 250 ha, 249 € bis 350 ha, 289 € bis 500 ha
AckerprofiRaiffeisen-NetWorld GmbH, Software von OVIS IT149 € Grundlizenz plus 1 € je ha (bis 500 ha), 0,50 € (501–1.000 ha), 0,10 € (darüber) pro Jahr netto; unter 20 ha pauschal 99 €+49 € je weiterem Betrieb; Abrechnung über einen Vertriebspartner
HELM AckerchefHELM Software99 € (bis 60 ha), 149 € (bis 200 ha), 199 € (bis 400 ha), 299 € (bis 800 ha), 699 € (bis 2.000 ha) pro Jahr nettoApp inklusive; 30 Tage Test
PlantivoPlantivo GmbH75 € (bis 100 ha), 99 € (101–200 ha), 195 € (201–500 ha) pro Jahr nettoApp 49 € je 5 Geräte; Pflanzenschutz-Prüfung 25 €
FARMDOKFarmdok GmbH (Österreich)Premium ab 18,20 € pro Monat inkl. 100 ha, darüber 0,18 € je ha, inkl. USt., jährliche Abrechnungbeliebig viele Nutzer in Premium
NEXT FarmingAGCOLive-Pakete laut Archivstand Juni 2026: Basis kostenlos, Plus ab 199 €, Profi ab 299 € pro Jahr netto; App 99 € je Nutzer und JahrLive-Produktseiten zwischen Juni und Oktober 2026 von der Website verschwunden; Pro-Preise auf Anfrage
AgrarmonitorAgrarmonitor2.900 € Jahresgebühr plus 29 € je aktivem Gerät pro MonatSchwerpunkt Lohnunternehmen
top farmplanLV Digital GmbH (Landwirtschaftsverlag)fester Jahrespreis unabhängig von der Betriebsgröße, Betrag auf AnfrageSchlagkartei, Düngebedarf, Weidetagebuch
PhytAICannAI Solutions UG (haftungsbeschränkt)59 € (bis 50 ha), 179 € (bis 250 ha), 419 € (bis 1.000 ha) pro Jahr inkl. USt.; 49,58 € / 150,42 € / 352,10 € nettoalle Funktionen, beliebig viele Nutzer; 30 Tage Test

AgrarCommander ist nur in Österreich erhältlich und deshalb nicht aufgeführt. Für weitere Anbieter wie hofmanager+ oder P.A.u.L. für Obst- und Gemüsebau lagen uns keine vergleichbar veröffentlichten Preise vor.

Funktionen im Vergleich

Die Tabelle zeigt, was die Anbieter auf ihren Seiten, in Hilfetexten und Pressemitteilungen beschreiben. „nicht gefunden“ heißt: In den öffentlichen Unterlagen haben wir es nicht gefunden; es kann trotzdem vorhanden sein.

FunktionCLAAS connectNEXT FarmingAckerprofinäonFARMDOKPhytAI
Prüfung gegen das BVL-Zulassungsregister beim Buchenüber Ackerprofijajajaja (Live-Check)ja
Prüfung von Auflagen am Schlag, etwa Gewässerabständenicht gefundenteilweisejanicht gefundennicht gefundenja
Notfallzulassungen nach Art. 53nicht gefundennicht gefundennicht gefundenmanuelle Eingabenicht gefundenja, täglich gepflegt
Düngebedarfsermittlung nach DüVüber Ackerprofija, alle Länderjajajaja
Meldungen an Landesprogrammenicht gefundenENNI, ENDO, BESyD, Sachsen-AnhaltENNI, ENDO, BESyDENNInicht gefundennur ENNI
Maschinendaten, Telemetriejajaüber Schnittstellennicht gefundenHandy-GPS, Anbindung John Deere und CNHnein
Applikationskartenjajajajajanein
ISOXML-Export an Terminalsjajajajajanein, nur Import
App mit Offline-ErfassungOffline nicht dokumentiertjajabehauptet, nicht dokumentiertjanein; Browser auf Handy und Tablet
beliebig viele Nutzer zu einem Preisnicht gefundennein, App je Nutzernicht gefundennein, je Zugangja (Premium)ja
Übernahme verbuchter Arbeitsvorgänge aus 365FarmNetÜbertragung durch den Händlernicht gefundennicht gefundennein, neu erfassennicht gefundenBeta, noch nicht mit echten Dateien geprüft

Kosten richtig vergleichen

Ein reiner Blick auf den Einstiegspreis täuscht. Rechnen Sie für Ihren Betrieb durch:

  1. Fläche: Welche Stufe gilt für Ihre bewirtschaftete Fläche?
  2. Module: Sind Düngeplanung, Pflanzenschutz-Prüfung, Lager oder Deckungsbeitrag enthalten oder kosten sie extra?
  3. Nutzer und Geräte: Kostet jede weitere Person oder jedes Handy extra?
  4. Mehrere Betriebe: Fallen für Betriebsteile oder Standorte Zusatzgebühren an?
  5. Laufzeit: Monatlich kündbar oder Jahresvertrag, und verlängert er sich automatisch?

Ein Beispiel mit 250 ha, zwei Personen und Düngeplanung ergibt je nach Modell sehr unterschiedliche Summen. Legen Sie die Angebote nebeneinander, bevor Sie entscheiden.

Kriterien für die Auswahl

Pflichtdokumentation

  • Pflanzenschutz: Zulassungsnummer, EPPO-Code, BBCH-Stadium, Georeferenz, Anwender; elektronischer Export ab 2027
  • Düngung: Düngebedarfsermittlung nach DüV, Aufzeichnung binnen 14 Tagen, Zusammenstellung nach Anlage 5
  • Nachvollziehbare Korrekturen statt überschriebener Einträge

Import und Export

  • Übernahme der Schlaggrenzen aus Shape, ISOXML oder GeoJSON
  • Export der eigenen Daten in offenen Formaten wie CSV oder JSON
  • Möglichkeit, bei einem späteren Wechsel alles mitzunehmen

Arbeit im Team

  • Mehrere Personen mit Rollen und Rechten
  • Buchen am Handy direkt am Feld
  • Aufgaben und Aufträge für Mitarbeitende oder Lohnunternehmer

Betriebszweige

  • Ackerbau, Grünland, Gemüse, Obst, Baumschule, Unterglas
  • Viele Sätze und Tankmischungen im Gemüsebau
  • Pflanzenpass und Nachweise für Baumschulen

Unabhängigkeit

Maschinenplattformen spielen ihre Stärke bei Technik desselben Herstellers aus. Wer gemischte Flotten, Lohnunternehmer oder vor allem Handarbeit hat, profitiert eher von einer herstellerunabhängigen Lösung. Mehr dazu im Ratgeber CLAAS connect oder unabhängige Schlagkartei.

So testen Sie Programme sinnvoll

Ein Testzugang zeigt erst dann etwas, wenn Sie echte Arbeit darin erledigen. Nehmen Sie sich für jedes Programm dieselben drei Aufgaben vor: die Schlaggrenzen importieren, eine Pflanzenschutzmaßnahme über zwei Schläge mit Tankmischung buchen und den Export als CSV öffnen. Achten Sie darauf, wie viele Klicks und Eingaben nötig sind, ob Pflichtangaben eingefordert werden und ob die exportierte Datei alle Spalten enthält. Wer mit mehreren Personen arbeitet, lädt eine zweite Person ein und prüft, was sie sehen und ändern darf.

Wo PhytAI einzuordnen ist

PhytAI setzt bei der Pflichtdokumentation an: Pflanzenschutz-Aufzeichnung mit Prüfung der Pflichtangaben, Abgleich mit dem BVL-Zulassungsregister, Notfallzulassungen und Auflagen am Schlag, Düngebedarfsermittlung nach DüV, Nachweise wie Gerätekontrolle und Sachkunde, Aufgaben im Team. Pflanzenschutz-Aufzeichnungen lassen sich als CSV, JSON und im DiPAgE-Datenstandard des Julius Kühn-Instituts exportieren.

Schwächen gegenüber anderen Anbietern: keine Maschinendaten, Fahrspuren, Ertrags- oder Applikationskarten; kein ISOXML-Export; keine Store-App mit Offline-Erfassung; Meldungen an Landesprogramme bisher nur für ENNI. Der Preis gilt pro Betrieb und Jahr mit allen Funktionen und beliebig vielen Nutzern; die ersten 30 Tage sind kostenlos. Fragen beantworten wir über das Kontaktformular.

Häufige Fragen

Welche Ackerschlagkartei ist die beste? Das hängt vom Betrieb ab. Ein Ackerbaubetrieb mit CLAAS-Maschinen hat andere Anforderungen als ein Gemüsebaubetrieb mit vielen Sätzen. Entscheidend sind die Pflichtdokumentation, die Bedienung im Alltag und die Kosten mit allen nötigen Modulen.

Gibt es eine kostenlose Ackerschlagkartei? Für den Pflanzenschutz gibt es kostenlose Werkzeuge der Länder und des Bundes, für die Schlagkartei Vordrucke und Excel-Vorlagen. Was sie leisten, steht im Ratgeber Ackerschlagkartei kostenlos.

Kann ich meine Daten später wieder mitnehmen? Achten Sie beim Vertrag auf Exporte in offenen Formaten. Ohne sie wird jeder weitere Wechsel aufwendig.

Quellen

Dieser Artikel gibt den Stand zum angegebenen Datum nach den genannten Quellen wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind Gesetze, Zulassungen, Bescheide und Auskünfte der zuständigen Behörden.

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